Bato Nebo

Morgendlicher Gebirgsnebel lichtet sich in einer ländlichen Region Georgiens: Menschen erwachen, Landschaft wird sichtbar, und Stimmen schälen sich aus den leisen, pointierten Geräuschen des beginnenden Tages. Eine Reihe traditioneller, im Kollektiv vorgetragener Gesänge bildet das Rückgrat eines Films, der ohne jede romantische Verklärung von einer besonderen Form des vielstimmigen Miteinanders erzählt.

Nur langsam lichtet sich der morgendliche Gebirgsnebel in einer ländlichen Region Georgiens: Die Menschen erwachen, die Landschaft wird sichtbar, und Stimmen tönen, oder besser: schälen sich aus den leisen, pointierten Geräuschen des beginnenden Tages. Eine Reihe traditioneller, im Kollektiv vorgetragener Gesänge bildet das Rückgrat des Films, der stark fragmentarische, aber umso genauere Blicke auf ein bäuerliches Leben fernab der Metropolen wirft und dabei Alltag, Menschen, Landschaft und kulturelle Praxis ineinanderfließen lässt. Die Ruhe und die Geduld von Kamera und Montage vermögen Feinheiten in Gesten, Mimik und musikalischen Intonationen zu fassen und eine besondere Form des intergenerationellen, vielstimmigen Miteinanders anzudeuten. Ohne zu verklären, ohne zu romantisieren.
(Katalogtext Diagonale, ab)

Mountain mist unveils a rural scene in Georgia. As the town slowly wakes up, morning sounds blend into the ancient voices of their inhabitants. Traditional chants guide us through the georgian musical landscape, offering us a glimpse into the oral tradition of this community. A testimony of the knowledge, sentiment and identity held in common over generations.

Festivalteilnahmen (Auswahl)

• Diagonale – Festival des österreichischen Films, Juni 2021 (Österreich)