Institut

Ein Ort des Handelns

Nach beinahe 70 Jahren seit ihrer Gründung ist die Filmakademie Wien als innovative Aus- und Fortbildungsstätte für Film- und Fernsehschaffende nicht mehr wegzudenken.
Ihr gelingt es, bewährte Methoden der Vermittlung mit dem steigenden Bedarf der Interdisziplinarität in Einklang zu bringen und sich so den ständig neuen Herausforderungen zu stellen. Dabei steht die individuelle, kreative Entwicklung der Studentinnen und Studenten im Vordergrund, die entlang filmkunsthandwerklicher Ausbildung gefördert wird.

Der internationalen Anerkennung von den derzeit Lehrenden (Michael Haneke, Wolfgang Murnberger, Wolfgang Thaler, Götz Spielmann u.a.) folgen zahlreiche Auszeichnungen und Preise von Studierenden.
So ging 2015 erstmals in der Geschichte der Filmakademie Wien der Student Academy Award (Bronze) an den Kurzfilm Alles wird gut von Patrick Vollrath (Regie) und Sebastian Thaler (Kamera), in weiterer Folge erhielt der Film eine Oscar-Nominierung in der Kategorie „Best Live Action Short Film“. Der FIRST STEPS AWARD, der bedeutendste Nachwuchspreis im deutschsprachigen Raum, wurde 2014, 2015 und 2018 an Studierende der Filmakademie Wien vergeben. Einladungen an renommierte Filmfestivals wie z.B. an das Festival de Cannes, das Locarno Film Festival, die Internationalen Filmfestspiele Berlin oder das Montréal World Film Festival zeugen von der hohen Qualität der studentischen Werke. Der Hollywood Reporter listet die Filmakademie Wien seit über fünf Jahren als eine der besten 15 Filmschulen der Welt.

Die laufenden Herausforderungen, die einem selbst gern als unüberwindlich erscheinen, sind sicherlich vom medialen Wandel im digitalen Kontext geprägt.
Bereits mehr als ein Drittel der Filmbilder, die uns erreichen, sind durch moderne Technologien bearbeitet worden und führen stellenweise zu einer vielfältigeren Form des klassischen Erzählens.  An der Filmakademie Wien ist der strukturelle Fortschritt, der Kino und Fernsehen gleichermaßen erfasst hat, ebenso bedeutend und herausfordernd in der Vermittlung von Wissen und Handwerk.

Die Filmakademie Wien ist ein Ort des Handelns.  Mit einer ausgeprägten Produktionsstruktur, von Technik bis Studio, bewältigt sie eine hohe Zahl von Praktika, führt zu intensiver Teambildung und zu notwendigen Erfahrungen des Filmemachens in allen Bereichen. Der Übungscharakter soll Freiräume ermöglichen, die Fachbereiche sind hier beratend involviert, und das Betreuungsverhältnis von etwa 1:4 zwischen Lehrenden und Studierenden sorgt für die entsprechende Intensität des Austausches.
Neben dem künstlerischen Produktionsbetrieb mit dem Fokus auf Entwicklung und Erschließung der Künste, sind auch Theorie und Forschung ein jüngerer Bestandteil des Instituts.

Ein erheblicher Vorteil der Filmakademie Wien ist die Einbettung in eine Reihe von anderen Instituten der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. So können Synergien zwischen Schauspiel, Musik und Komposition genauso genutzt werden, wie zB. die zukünftige Nachbarschaft zur Elak – Institut für Komposition, Elektroaukustik und TonmeisterInnen-Ausbildung an unserem kommenden Standort, dem Future Art Lab am Anton-von-Webern-Platz.

Danny Krausz (Institutsleitung)