Geh Vau

Thea und Paula unterhalten sich. Die eine duscht, die andere rasiert sich die Schamhaare, voreinander haben sie kein Schamgefühl. Als Anton zu Besuch kommt betritt er einen Raum, in dem er sich nicht auskennt. Die beiden Frauen scheinen miteinander zu wohnen. Er fragt sich, ob sie ein Paar sind. Thea möchte gerne mit Anton schlafen. Paula verhält sich ungeniert, scheint Anton zu verhören. Es entsteht eine Komödie der Irritationen und Peinlichkeiten. Geh Vau handelt davon, wie ungeschickt Leute miteinander manchmal sind, vom Begehren einer Frau und ihrem Blick auf einen Mann.

Während die beiden jungen Frauen Thea und Paula in ihrer Zweisamkeit zueinander offen, leicht und ohne Schamgefühl sein können, betritt mit dem schönen, jungen Anton ein latentes Gefühl der Peinlichkeit den Raum. Anstatt sich davon beeindrucken zu lassen, nehmen es die beiden vielmehr als eine Kampfansage in der Situation leichthändig und selbstbewusst die Kontrolle zu behalten. Ein kleines Kammerspiel voll junger, unbeschwerter Freizügigkeit. (Katalogtext Werkschau 2019)

Festivalteilnahmen
• Diagonale Street Cinema, 2019 (Österreich)
• Crossing Europe, 2019 (Österreich)
• Internationale Hofer Filmtage, 2019 (Deutschland)