Heim ist wo die Narben sind

Andi, Mitte 30, ist politisch motiverter Hausbesetzer. Als eines Nachts seine Schwester Saskia aus einer Notsituation heraus, mit ihrem 4-jährigen Sohn Levi, ein Dach über dem Kopf sucht kommt sie in das besetzte Haus zu ihrem Bruder. In den folgenden Tagen übernimmt er, anfänglich etwas überfordert, Verantwortung und Obsorge für seinen kleinen Neffen. Diesem gefällt der Lebensentwurf seines Onkels und so freunden sie sich an, was bei Andi einige Vergangenheit zu Tage fördert. 

Nach einer erfolgreichen Gruppen-Hausbesetzung liegt Andi in seinem selbst gewählten Zimmer eines großen, leerstehenden Hauses in Wien. In der Nacht sucht seine Schwester Saskia mit ihrem 4-jährigen Sohn bei ihm Zuflucht. Doch aus einer Nacht wird bald ein längerer Aufenthalt in dem illegal besetzten Haus, der bei Andi alte Wunden aufbrechen lässt. Eine sensibel erzählte Geschichte über das alte aber immer noch aktuelle Lied von Wohnungsmangel und Klassenunterschieden.
 (Katalogtext Werkschau 2019)