Wir freuen uns, Fred Kelemen an der Filmakademie Wien Willkommen heißen zu dürfen: Er tritt mit Oktober die Nachfolge von Wolfgang Murnberger als Professor für Regie an!
„ … We must want something, we must dare something, and we must not jump over where the fence is lowest.“ (Carl Theodor Dreyer)
Ich blicke zuversichtlich und mit Spannung und Neugier der gemeinsamen Entdeckungsreise mit den Studentinnen und Studenten, sowie den Kolleginnen und Kollegen der Filmakademie Wien durch die wundervoll reiche, widersprüchliche, oft obskure, Kräfte und Leidenschaft fordernde und immer auch bedrohte Landschaft der Filmkunst entgegen.
Wie beglückend wäre es, würde diese gemeinsame Reise den Studentinnen und Studenten ein tieferes geistig-praktisches Verständnis der Filmkunst und ihres eigenen Verhältnisses zu ihr vermitteln.
Geht es doch nicht um eine davon unabhängige abstrakte Darstellung dieser Kunst als Gegenstand, und schon gar nicht um eine Selbstdarstellung, sondern um die Vermittlung ihrer Wesenheiten und die Ermöglichung der Erfahrung mit ihr als lebendigem Organismus.Das Wesentliche lässt sich nicht theoretisch lernen; es muss erfahren werden. Und im Idealfall machen die Studentinnen und Studenten individuelle Erfahrungen, die ihnen Wissen vermitteln und sie stärken, sich von Ängsten und Zweifeln zu lösen, sie mit dem Gefühl schöpferischer Freude bereichern und sie befähigen, die einengenden inneren und äußeren Zäune zu überspringen, wo sie am höchsten sind – hinein ins Weite und Freie, die der Kunst und uns allen seit je angehören.
Über Fred Kelemen
Nach Studien der Musik und Malerei, sowie der Philosophie, vergleichenden Religionswissenschaft und Theater- und Filmwissenschaft studierte Fred Kelemen Regie und Kamera an der DFFB. Seitdem Arbeit als Regisseur und Drehbuchautor von weltweit mit Preisen (z. B. Deutscher Filmpreis, Fipresci Awards etc. ) ausgezeichneten Spielfilmen. Außerdem Kameramann von Spiel- und Dokumentarfilmen anderer Regisseure und Regisseurinnen national und international (“The Turin Horse” von Béla Tarr, “”Das Sichtbare und das Unsichtbare” von Rudolf Thome etc.). Außerdem Inszenierungen an deutschen Theatern (Prater der Volksbühne Berlin, Staatstheater Hannover etc.) und Produktion von Spiel- und Dokumentarfilmen international. Seit 1995 Vorträge, Dozenturen und Professuren an Filmhochschulen, Kunsthochschulen und Universitäten in Deutschland und weltweit; Retrospektiven (u.a. Tate Modern London, Anthology Film Archives New York) seit 1997. Fred Kelemen ist Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) / USA.
Zu einer ausführlichen Bio-/Filmographie geht es hier: www.fredkelemen.com
